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Ruta graveolens
Familie:
Rautengewächse, Rutaceae Sie
stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, 1 Meter hoher, blühender Strauch,
Kapselfrucht. Gegen bösen Zauber, gegen den bösen Blick. Man tauchte ihre Zweige in Weihwasser. Die
Samen streute man unter Flüchen aus damit sie heilkräftiger wurden. Pflanzen
stahl man. Heilpflanze im Altertum und im Mittelalter (Augen- und Ohrenleiden). Benützt wurde sie, als im 17. Jahrhundert die Pest gewütet hat. Sie war im „Essig der vier Räuber“ enthalten (auch: Salbei, Thymian, Lavendel, Rosmarin, Knoblauch), diese
raubten die Häuser der Pestkranken aus, ohne sich anzustecken. Hildgard von Bingen (1098-117) schreibt: "... unterdrückt die unrechte Hitze des Blutes" und wurde deshalb auch in den Klostergärten für den eigenen Gebrauch angebaut. Heilwirkungen: Ätherisches Öl, verschiedene Alkaloide (Blätter und Wurzel), Würzpflanze.
Verwendung der Würze bei Grappa und ähnlichen Schnäpsen, früher wurde sie
dem Wein beigegeben, um diesen zu würzen und haltbarer zu machen.
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