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AESCULUS
HIPPOCASTANUM L. Familie
der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Es gibt über 150 verschiedene Arten und sie dürfte ihren Ursprung in den Gebieten des Balkans haben. Sie kam in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts nach Mitteleuropa und durch den Botaniker Carolus Clusius (1588) nach Wien. Ihren
Namen haben die Bäume, da sie als bestes Pferdefutter verwendet wurden und
Lungenerkrankungen bei Pferden wurden ebenfalls mit den Früchten behandelt.
Auch als
Wildfutter heute noch. Heilwirkung: Die
Inhaltsstoffe der Kastanien enthalten u.a. ein Saponingemisch. Aescin, Glykoside,
Gerbstoffe, ... . Es werden Extrakte hergestellt, die bei Venenentzündungen, Hämorrhoiden, Krampfadern, Husten ... gegeben werden. Früher
war der Tee aus den Rosskastanienblättern ein wirksames Hustenmittel. Homöopathikum:
Aesculus hippocastanum.
Seit den 90er Jahren ist die Kastanie selbst Patient geworden. V.a. die weißblühende Roßkastanie ist sehr anfällig für die Roßkastanien Miniermotte (Cameraria ohridella). Vom Ohrid See in Mazedonien breitete sie sich rasch aus und 1989 wurde der Schmetterling erstmals in Österreich entdeckt. Die Larven der Motte führen zum Absterben einzelner Blattpartien und zu vorzeitigem Laubfall. Nach wie vor ist das Entfernen und Vernichten des Laubes die beste Vorsorge.
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